Bremen - Vegesack: 

Am späten Abend des 20. August 2012 haben Mitarbeiter der TIERRETTUNG IM LANDE BREMEN zwei kleine Katzen aus einer Wohnung in der Friedrich - Schild - Strasse in Bremen Vegesack geholt.

Die beiden handzahmen und zutraulichen Tiere waren von Ihrer Besitzerin Janina W. seit mindestens 9 - 10 Tagen in der Wohnung zurück gelassen worden.

Die Geschichte: 

Seelenruhig und offenbahr ohne jede Form schlechten Gewissens fuhr Frau W. für eine Woche nach Österreich ohne für eine Versorgung der beiden Schützlinge zu sorgen. Auch Mitteilungen des Vermieters, sie möge beide Ihre beiden Katzen versorgen und dafür Sorge tragen, dass die Tiere nicht fast durchgehend miauzen, blieben ohne Reaktion der Frau. Es erfolgten zwar immer wieder Versprechungen, jedoch leider keine Taten!

Als die 25 jährige Täterin dann auf Facebook schrieb, das Sie sich total freue wieder bei Ihrem neuen Freund in der Neustadt und Ihrem Hund zu sein, aber die Katzen mit keinem Wort erwähnte, gingen bei einem Bekannten die  >>Alarmlichter im Kopf<< an und er rief die 222 95 381 an, um diesen Mißstand zu melden.

Wir rückten aus und stellten vor Ort fest, das hier einiges im Argen lag. Starker Salmiakgestang drang uns bereits an der Haustür in die Nase. Also befand sich hier eine größere Menge alten Katzenurins. Als wir dann die Tiere am Fenster sahen, stellte ich fest, das die Nasen entzündet oder sehr stark vertrocknet waren, Die Katzen schrien fast ununterbrochen!

Auf der Fahrt zu der Adresse sprachen wir auf der breiten Strasse in Bremen Vegesack die Besatzung einer Polizeistreife an, um Amtshilfe beim Betreten der Wohnung zu erhalten. Wir erhielten ein NEIN, mit der Begründung das diese im Einsatz seien! - Blaulicht war jedoch aus!

Nachdem wir uns vom Vermieter die Erlaubnis geholt hatten, die Tür öffnen zu lassen, und dieser uns förmlich darum bat, dies zu tun, fuhren wir zum Haus zurück. Vor Ort riefen wir bei der Tierschutzbehörde in Bremen - also dem LMTVet an, schilderten die Situation und baten um dringende Hilfe! Die Tatsache, das hier das Leben zweier Katzen auf dem Speil stand, die KEINE SACHE (Vergl. § 90 a BGB) sind, wurde uns >>umgehende Hilfe und Handlung<< zugesichert! Somit glaubten wir den Fall als erledigt! Dieses war gegen 12:30 Uhr.    

 

Gegen 21:00 Uhr rief der besorgte Leif . . . erneut an, um mit zu teilen, das die Katzen noch immer in der Wohnung seien. Sehr darüber verwundert fuhrn wir erneut mit ihm zur Friedrich- Schild - Strasse um nach den Tieren zu sehen. 

Nun riefen wir die Polizei um Hilfe. Nachdem die Polizeikommissarin Maren J. die Situation in Augenschein genommen hatte und die Gefahr im Verzuge für die Tiere erkannte, ließ sie die Tür mit Hilfe eines Schlossers öffnen, sodass wir die Tiere in Behandlung der Bremer Kleintierklinik bringen konnten.

Eine aktive umgehende Hilfe durch eine Tierschutzbehörde hätten wir uns anders vorgestellt, was die Notwendigkeit unseres Vereins dokomentiert!

 

Von: Tierheilpraktiker Jürgen Reichert.